Rezept für eine getrüffelte Maronensuppe

Der Hund tollt im Unterholz des nasskalten Waldes. Ein schriller Pfiff seines Herrchens ertönt und der kleine zottelige Vierbeiner hört auf, in der Erde zu wühlen. Zu gerne würde er selbst essen, was er gerade erschnüffelt hat. Denn entgegen der weit verbreiteten Meinung suchen meist Hunde und nicht Schweine nach dem Gold der Wälder: den Trüffeln.

Ein Suppen-Highlight im Winter

Während der Winter für Gemüsefans eher eine karge Zeit ist, freuen sich Gourmets: Neben dem vorsorglich im Sommer Eingemachten und einigen Kohlsorten, gibt es im Winter das schwarze Gold. Schwarze Trüffel haben jetzt Saison. Eiskalte Temperaturen und eine heiße Suppe sind ein Dreamteam, das die kostbare Knolle zum Hochgenuss veredelt – besonders, wenn zudem prickelnder Mumm Sekt in die Suppe und als passender Begleiter ins Glas kommt.

Süße und nussige Maronen

Während sich aktuell frische Maronen nur noch vereinzelt im Laden und auf dem Markt finden lassen, sind geschälte und vorgekochte Exemplare im Vakuumpack ganzjährig verfügbar. Die Qualität ist dabei durchaus ordentlich und der köstliche Geschmack lässt sich so herüberretten. Bei Maronen handelt es sich um die essbaren Früchte der Edelkastanie, die hinsichtlich Geschmack und Größe weitergezüchtet wurden. Im Gegensatz zu anderen Nüssen, die sehr viel Fett enthalten, sind sie sehr stärkehaltig. Das sorgt in der Suppe später neben dem typisch nussigen Geschmack für sanfte Süße und eine cremige Bindung.

Einer der teuersten Speisepilze der Welt

Der oben erwähnte Hund ist gut erzogen und gehorcht. Ein Trüffelschwein würde vor seinem Fund nicht haltmachen und ist im Gelände nicht gerade beweglich. Dafür scheinen rund um den Trüffel so einige Schweinereien zu passieren, denn die Handlung einer Vielzahl kulinarischer Krimis dreht sich um die wertvollen schwarzen Perigord-Trüffel, den Tuber melanosporum. Mit einem Kilopreis von 1.000 bis zu sportlichen 3.000 Euro ist er immer noch günstiger als der ungleich teurere weiße Alba-Trüffel. Kein Wunder, dass das Krimistoff en masse ergibt: von vergifteten Hunden, über Fälschungen, bis Mord.

Doch was ist das Besondere an diesem Pilz, der oft am Wurzelwerk von Steineichen zu finden ist und mittlerweile auch oft gezüchtet wird? Es ist nicht nur der Mythos, denn Fans lieben das betörende Aroma und den einzigartigen Geschmack mit seinen erdigen und herben Noten. Während der Alba-Trüffel sehr über den Duft kommt, wird der Geschmack des schwarzen Trüffels erst durch das Erwärmen zu Tage befördert. Daher passt er bestens als Gegenpol in eine reichhaltige, süßliche Suppe. Die Saison läuft von November bis März. Viele Köche halten die Monate Januar und Februar für den Saisonhöhepunkt und kochen dann ihren Vorrat aus den besten Exemplaren ein. Zudem sind die Preise nicht so hoch, wie bei verstärkter Nachfrage um die Weihnachtsfeiertage herum.

Bei so einer edlen Kombi passt Sekt wunderbar

Ja, dieser Genuss hat seinen Preis. Dafür braucht man für die Suppe nur wenige Gramm des Goldes der Wälder, um den ohnehin schon guten Geschmack nochmals zu steigern. Trüffel müssen frisch sein, denn das Aroma verflüchtigt sich schnell. Also sollten sie zügig verbraucht oder eingekocht und unter Luftabschluss konserviert werden. Nicht zuletzt deshalb sind stark aromatisches Trüffelöl und Trüffelbutter in der Gastronomie häufig im Einsatz. Diese Produkte kommen selten an das Original heran, es gibt allerdings einige Ausnahmen ohne künstliche Aromen und Zusatzstoffe.

Aber nicht nur wegen der Wertigkeit passt der Mumm Jahrgangssekt Dry hier wunderbar. Der fruchtig-trockene und ausgewogene Charakter mit seinen Chardonnay-Anklängen ergänzt hervorragend die cremige Suppe mit ihrer süßlichen Note. Da passt auch die dezente Säure, die erfrischend zum dichten Wohlgeschmack wirkt, perfekt.

Rezept Getrüffelte Maronensuppe

Zutaten
500 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
1 Schalotte, gewürfelt
1 Thymianzweig
200 g gegarte geschälte Maronen, gehackt
200 g Sahne
50 ml Mumm Jahrgangssekt dry
10 g Perigord-Trüffel (Bezug z.B. über Bos Food), die Hälfte fein gewürfelt
1 EL Butter, eiskalt
alternativ ein 1 EL gute Trüffelbutter

Zubereitung
Die Schalotte in etwas Butter anschwitzen. Die Maronen und Trüffelwürfel zufügen und kurz mitgaren. Mit dem Sekt ablöschen. Mit der Brühe und der Sahne auffüllen. Thymian dazugeben und 15-20 Minuten leise köcheln lassen, bis die Maronen weich sind. Thymian entfernen und die Suppe fein pürieren und eventuelle durch ein Sieb geben. Mit Pfeffer und Salz abschmecken und mit der Eiskalten Butter oder der Trüffelbutter nochmals schaumig aufmixen. In vorgewärmten Tellern servieren und etwas vom restlichen Trüffel darüber reiben. Wer es etwas reichhaltiger mag, kann in die Suppe noch eine Einlage aus gerösteten Brotstückchen, Speck, Kräutern und Maronenstücken geben.

Löffel und Glas abwechselnd zum Mund führen und sich seufzend zum Genießen zurücklehnen!

Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht Ihr Mumm Sekt-Team.