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Was ist ein Street Food-Festival?

Food-Trends

Wir nähern uns einer Wagenburg. Darüber steigen helle Rauchwölkchen auf. Monotone Bass- und Trommelrhythmen wabern schon aus einigen Metern Entfernung zu uns herüber. An unserem Ziel spielt sich allerdings kein grimmiges Western-Szenario ab und in der Luft liegt weder der Geruch von Schießpulver oder vom kalten Rauch längst erloschener Friedenspfeifen. Im Gegenteil: Es duftet äußerst delikat und verführerisch. Noch wenige Schritte und wir sind bei einem Street Food-Festival angekommen, das endlich mal in unserer Nähe gastiert.

Die aus der Nähe betrachtet glänzenden und stylishen Wagen sind Food Trucks und der Rauch stammt vom Grillen oder Räuchern. Was beinahe lauter als die basslastige, loungige Musik aus den Boxen brummt, sind unsere erwartungsvoll knurrenden Mägen. Denn wir haben beim Frühstück reichlich Platz gelassen und wollen heute soviel wie möglich probieren.

Street Food Festival

Das Gelände und der Eintritt

Weil die Wagen nicht an jeder Straßenecke halten und verkaufen dürfen, hat sich schnell eine organisierte Form von Festivals auf Privatgeländen etabliert. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, ist der Eintritt zumeist frei. Wer es lieber etwas ruhiger liebt und den Menschenmassen entgehen mag, kommt besser früh. Denn im Laufe des Tages strömen immer mehr genussfreudige Menschen auf das Gelände und verwandeln es in eine Partymeile.

Butter bei die Fische: Was gibt’s zu essen?

Wir haben uns, hier und da,  mal ein wenig vorab schlau gemacht, was es so zu essen gibt. Da das Angebot so wahnsinnig vielfältig ist, drehen wir erst einmal eine Runde über das Gelände. Schnell sind wir uns einig, mit einem neuen Klassiker in den Genuss zu starten. So reihen wir uns geduldig in eine der längsten Schlangen ein und warten auf unseren Pulled-Pork-Burger, während neben uns der Smoker kleine Rauchwölkchen in den Himmel bläst.

Viel zu Probieren: Sharing is caring

Damit wir möglichst viel probieren können, haben wir uns vorgenommen, zu teilen. Und das ist gut so, denn der Burger ist wirklich stattlich! Zwischen zwei fein-knusprigen Brötchenhälften – Buns, nach eigenem Rezept angefertigt wie uns der Verkäufer versichert – befindet sich eine große Portion vom gezupften, zart-saftigem Schweinefleisch mit leichtem Raucharoma, pikanter Barbecue-Sauce und Coleslaw. Köstlich! Wir haben es sogar geschafft, unfallfrei ohne Kleckern zu essen. Das ist ja bekanntlich bei Burgern auf der Hand eine kleine Herausforderung.

Burger

Ganz schön würzig: Durst!

Das war schon einmal ein guter Auftakt, der aber auch Durst macht. An den Getränkeständen ist gerade nicht soviel los, also schauen wir uns dort mal um. Wir sind ja hier, um auch mal was Neues auszuprobieren und so fällt die Wahl auf ein Craft Beer und einen Tonic Coffee. Beides schmeckt ungewöhnlich, aber gut: Das Bier ein wenig herber und mit fruchtigen Noten und der Kaffee erfrischend, eher wie eine Limo mit Koffein-Kick. Derart erfrischt, können wir weiter essen.

Klassiker pfiffig neu gedacht

Zuvor hatte es uns schon ein wenig lange gedauert, also warum nicht einem Anbieter mit einer kürzeren Warteschlange eine Chance geben, zumal das Angebot lecker aussieht und uns ziemlich bekannt vorkommt: die gute alte Ofenkartoffel in aufgepeppter Version. Wir können uns vor lauter Toppings kaum entscheiden. Nach soviel Fleisch zuvor darf’s dann mit Rucola, Parmesan und getrockneten Tomaten gerne vegetarisch zugehen. Unsere Neugier wird belohnt: Herrlich kartoffelig und zart-cremig geht es im Inneren des Erdapfels zu. Kein Vergleich mit den aufgewärmten Dingern, die wir in Steakhäusern schon vorgesetzt bekamen. Auch die Sauce ist vielschichtiger und leichter als die altbewährte Sour Cream.

Ofenkartoffel

Knusprig, heiß und fettig: originelle Frühlingsrollen

Weiter geht’s, denn zu verlockend sind die Frühlingsrollen, die mal ganz anders als die herkömmlichen gefüllt sind: Beefrolls mit Jalapeño, Cheeserolls mit Schafskäse oder als Veganrolls mit gebackenem Tofu. Wir nehmen die „All in one“-Variante zum Teilen und lassen uns erst mal auf einer Holzbank an einer Bierzeltgarnitur nieder und Bestaunen beim Essen das nunmehr muntere Treiben. Wie auch beim Essen herrscht bei den Besuchern eine bunte Mischung aus Jung und Alt, coolen Szenegängern und jungen Familien. Super gemacht: Für Kinder gibt es eigens eine kleine Spielecke.

Eis mögen auch die Großen

Zugegeben, wir konnten weder bei den Tacos, dem US-Beef im Brötchen noch beim Pastrami-Sandwich widerstehen und sind nunmehr ziemlich satt. Aber ein süßer Abschluss muss einfach sein. Himmlisch sahnig-luftig schmeckt der Cheesecake und ein handgemachtes Eis am Stiel passt gerade noch rein, bevor wir nach einigen Stunden satt und zufrieden den Weg nach Hause antreten und uns immer noch Leute entgegenströmen.

Das Fazit

Das war eine gelungene Premiere. Wo es gutes Essen und Trinken gibt, fühlen wir uns eben schnell zu Hause. Unsere kleinen „Überlebenstricks“ haben sich bewährt: Zudem war es eine gute Idee, dass wir uns die Gerichte geteilt haben, denn so konnten wir viel mehr probieren. Wir haben uns von den Schlangen an einigen Wagen nicht abschrecken lassen und entweder ein wenig Geduld gehabt oder einen anderen ausprobiert, der uns gefiel. Die Stimmung war sehr entspannt und trotz vieler Menschen gab es genügend Sitzgelegenheiten, um in Ruhe zu essen oder sich kurz auszuruhen. Besonders toll fanden wir, dass sich die Verkäufer über unsere Fragen zu ihren Produkten freuten und sie trotz Stress geduldig beantworteten. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal, denn wir haben beileibe nicht alles Spannende wie die malayische Laksa oder die balinesichen Saté-Spieße probieren können.

Wir wünschen Ihnen stets ebenso prickelnden Spaß beim – eine gute Übersicht über Termine finden Sie hier!

Ihr Mumm Sekt-Team

2017-01-20T12:38:16+00:00

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